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Ratgeber4 Min. Lesezeit

Umsatz steigern im Handwerk: Der größte Hebel liegt in Deinem Angebotsordner

Wie Handwerksbetriebe mit Finanzierung im Angebot weniger Absagen und höhere Auftragswerte erreichen. Mit Rechenbeispielen.

Kurz gesagt: Der schnellste Weg zu mehr Umsatz führt über die Angebote, die Du ohnehin schreibst. Studien aus dem Handel zeigen: Mit Finanzierung steigen Abschlussquoten und Auftragswerte deutlich. An Rechenbeispielen zeigen wir, was das für einen ganz normalen Handwerksbetrieb bedeutet.

Die meisten Betriebe suchen Wachstum draußen: neue Kunden, mehr Werbung, noch ein Monteur. Dabei liegt der schnellste Umsatz längst im Büro. Er steckt in den Angeboten, die geschrieben, verschickt und nie unterschrieben wurden.

Jedes dieser Angebote hat Dich Zeit gekostet: Aufmaß, Beratung, Kalkulation. Jedes abgesagte Projekt ist bezahlte Arbeit ohne Rechnung.

Hebel 1: Weniger Absagen

Studien und Erfahrungswerte zur Finanzierung am Verkaufsort aus Handel und E-Commerce zeigen zwei Effekte. Erstens steigen die Abschlussquoten um 15 bis 38 Prozent, wenn Kunden direkt eine Ratenzahlung angeboten bekommen. Zweitens werden ohne Finanzierung 25 bis 35 Prozent der Projekte über 5.000 Euro verschoben oder abgesagt.

Das Handwerk ist nicht der Onlinehandel. Aber das Prinzip ist dasselbe: Wer eine große Summe in kleine Monatsbeträge übersetzt, nimmt dem Kunden die Hürde.

Hebel 2: Größere Aufträge

Dieselben Quellen zeigen: Mit Finanzierung steigen die Auftragswerte um 20 bis 45 Prozent. Warum, zeigt ein Beispiel aus dem Badezimmer.

Eine Familie plant ein neues Bad. Variante „Standard“ kostet 18.000 Euro. Variante „Premium“ mit bodengleicher Dusche, besseren Armaturen und Fußbodenheizung kostet 24.000 Euro. Bei Barzahlung sind das 6.000 Euro Unterschied, und die Familie nimmt Standard.

In Raten über 60 Monate sieht es so aus:¹

Variante Preis Monatsrate (60 Monate)
Standard 18.000 € ca. 378 €
Premium 24.000 € ca. 504 €
Unterschied 6.000 € ca. 126 €, also rund 4,10 € am Tag

 

Rund vier Euro am Tag für ein Bad, in dem man die nächsten 20 Jahre jeden Morgen steht. So rechnet der Kunde jetzt, und so verkaufst Du das bessere Bad.

¹ Rechenbeispiel mit gebundenem Sollzins 9,47 % p. a., effektivem Jahreszins 9,89 % und 60 Monaten Laufzeit. Standard: Rate 377,75 €, Gesamtbetrag 22.665 €. Premium: Rate 503,67 €, Gesamtbetrag 30.220,20 €. Bonität vorausgesetzt.

Was das für einen ganz normalen Betrieb bedeutet

Nehmen wir einen Betrieb mit 100 Angeboten im Jahr, durchschnittlich 15.000 Euro pro Auftrag, und 30 Prozent Abschlussquote. Das sind 30 Aufträge und 450.000 Euro Umsatz.

Jetzt rechnen wir vorsichtig, mit dem jeweils unteren Ende der Spannen: 15 Prozent mehr Abschlüsse und 20 Prozent größere Aufträge.

  Ohne Ratenzahlung Mit Ratenzahlung (vorsichtig)
Angebote pro Jahr 100 100
Aufträge 30 34
Ø Auftragswert 15.000 € 18.000 €
Umsatz 450.000 € 612.000 €

 Das sind rund 160.000 Euro mehr Umsatz – ohne ein einziges zusätzliches Angebot, ohne einen Euro mehr für Werbung. Am oberen Ende der Spannen, also mit 38 Prozent mehr Aufträgen und 45 Prozent höheren Auftragswerten, wären es sogar rund 890.000 Euro. Ob es bei Dir mehr oder weniger wird, hängt von Gewerk, Region und Kundschaft ab. Die Richtung ist klar.

Wichtig: Die 612.000 Euro sind der Jahresumsatz über alle 34 Aufträge. Finanziert wird immer der einzelne Auftrag, aktuell bis 60.000 Euro pro Auftrag. Für die typischen Projekte wie Bad, Heizung, Fenster oder PV reicht das in aller Regel.

Hebel 3: Kein Preisgespräch mehr

Wer nur den Gesamtpreis nennt, landet schnell beim Rabatt. „Geht da noch was?“ Mit Ratenzahlung verschiebt sich das Gespräch: Es geht um die monatliche Belastung, nicht um Nachlässe. Deine Marge bleibt, wo sie hingehört.

Hebel 4: Die jüngere Kundschaft

Mehr als 40 Prozent der 18- bis 35-Jährigen nutzen „Jetzt kaufen, später zahlen“ regelmäßig. Diese Generation kauft gerade ihre ersten Häuser und sanierten Wohnungen. Sie erwartet Ratenzahlung, so selbstverständlich wie Kartenzahlung beim Bäcker.

Was das für Deinen Betrieb bedeutet

Wachstum im Handwerk muss nicht mehr Stress bedeuten. Oft reicht es, die Angebote, die Du ohnehin schreibst, besser abzuschließen. Ratenzahlung ist dafür kein Rabatt und kein Trick. Sie ist eine zusätzliche Zahlungsart.

Wichtig ist nur, dass Du dabei sicher an Dein Geld kommst. Warum das nur mit echter Absatzfinanzierung klappt, steht in Absatzfinanzierung statt Konsumentenkredit. Wie Du es Deinen Kunden erklärst, zeigt Win-Win für Handwerker und Kunde.

Häufige Fragen (FAQ)

Ab welchem Auftragswert lohnt sich Ratenzahlung?

Spürbar ab einigen tausend Euro. Laut Studien wird ein großer Teil der Projekte über 5.000 Euro ohne Finanzierung verschoben.

Senkt Ratenzahlung meine Marge?

Nein. Mit CraftPay bekommst Du den vollen Rechnungsbetrag, ohne Abschlag.

Gibt es eine Obergrenze pro Auftrag?

Ja, aktuell bis 60.000 Euro pro Auftrag.

Gibt es Zahlen speziell für das Handwerk?

Noch nicht in großem Umfang. Die genannten Spannen stammen aus Studien und Erfahrungswerten zu Handel und E-Commerce. CraftPay sammelt gerade eigene Daten mit Pilotbetrieben.

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CraftPay Redaktion